Als ich mich heute so ganz beschaulich von der Märzsonne beschienen in meinem Auto verrenkte, noch immer auf der Suche nach geronnener Sahne, dachte ich bei mir, es hätte mich auch schlimmer treffen können. Ein anderer Beruf wäre möglich gewesen. Tatortreinigerin zum Beispiel. Täglich Gummihandschuhe, gelb und lang, bis hoch über
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Auszüge aus den Newslettern
Newsletter 25.02.2026
Wenn Sie möchten, nehme ich Sie schon wieder mit auf eine Reise. Sie müssen sich heute nicht vorstellen, wie sich sieben Liter Sahne in einem Auto verteilen (auch nicht wie grauenvoll zwei Wochen später so ein Auto duftet). Sie müssen auch nicht mit auf den Tour Eiffel, der so unermesslich
WeiterlesenNewsletter 18.02.2026
Die Franzosen attackieren immer mal McDonalds Filialen. Wenn die Franzosen in einen Streik treten, dann ist das ein Streik. Da weiß man nicht, der geht von Mittwochmorgen 6:15 Uhr bis Donnerstagfrüh 3:25 Uhr, nee, da weiß man gar nix. Is ja ein Streik. Jetzt, Mitte Februar sitzen die Pariser vor
WeiterlesenNewsletter 11.02.2026
Manchmal stelle ich meinen Job schon infrage. In der Metro zum Beispiel. 30 Kilo Zucker aus dem Regal auf den Wagen. Vom Wagen auf das Kassenband. Vom Band zurück auf den Wagen.Vom Wagen ins Auto. Wägen habe ich in der Regel zwei, zu den 30 Kilo Zucker gesellen sich 40
WeiterlesenNewsletter 04.02.2026
Heute morgen dachte ich so bei mir: „Ich kann ihn schon riechen, den Frühling!“ Dann, so gegen 12:00: Ein einziges Grau in Grau. Mit Graupelschauer. Schon dieses Wort „Graupelschauer“. Bei manchen Worten denkt man, die kann es wirklich nur im Deutschen geben. Oder man ahnt ihre Herkunft. Wie bei den
WeiterlesenNewsletter 28.01.2026
Warum essen Sie alle nur so wahnsinnig gerne Schnitzel? Was ist dran, an diesem ausgebackenem, eingebröselten Fleisch, dass es annähernde jede andere dargebotene Köstlichkeit aussticht und ich es schon in ihren freudvollen Augen sehe: an diesen Tisch werden vier Schnitzel gehen, vier Gäste, vier Schnitzel. Vielleicht weil es sie nicht
WeiterlesenNewsletter 21.01.2026
Ich liebe das Konzept „Familie“. Familie, so finde ich, ist ein Übungsplatz für Toleranz. Hatte der charmante, lustige Onkel Werner einen schlimmen Buckel, lernte man intuitiv, dass Männer mit Buckeln charmant und lustig sein können. Es hilft auch bei tiefsitzenden Vorurteilen.Mein Vater, Jahrgang 32, war nicht zuletzt aus eigener, leidvoller
WeiterlesenNewsletter 14.01.2026
Geplant oder nicht geplant, bewusst oder unbewusst, irgendwie hat man für das neue Jahr immer ordentlich Drive. Nicht unbedingt gleich am 1.Januar, wenn einen der Silvesterkater quält, aber irgendwann kommt‘s. Vorsätze, Hoffnungen, Wünsche. „Dieses Jahr backe ich noch abwechslungsreicher, kreativer, dieses Jahr gönne ich mir einen Tag die Woche einen
WeiterlesenNewsletter 31.12.2025
Das nächste Jahr wird grandios werden.Ich habe ziemlich genau 7649 gute Wünsche für 2026 bekommen. Gute Wünsche für Glück, für Erfolg, für Gesundheit. Es ist so nett, so herzerwärmend, wenn einem gesagt wird: „Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr bei Ihnen!“ oder „Wir wünschen Ihnen und uns, dass
WeiterlesenNewsletter 17.12.2025
Man hat ja seine eigenen Traditionen. Nikolausstiefel mit Mandarinen und Walnüssen befüllen, Tannenzweige an die Tür hängen. Plätzchen nur an den Adventsonntagen, der eine so, der andere so. Ich hör auf jeden Fall beim Plätzchenbacken seit Jahr und Tag, also vermutlich seit dem Jahr neunzehnhunderteinundachtzig, (ich schreib das mal aus,
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