Do, 23.04.2026 – 19:00 Uhr
Marie Luise Kaschnitz »Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau«
Im Buch Gott und die Welt sind Aufsätze und Texte zusammengefasst, in denen die Autorin ihre Erlebnisse im Frankfurter Westend beschreibt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Jahre des Aufbruches nach dem 2. Weltkrieg. Die Zeit der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die von der Frankfurter Universität ausgingen, der studentischen Proteste und vor allem der baulichen Veränderungen im Westend, die durch massive Grundstücksspekulationen ausgelöst wurden. Kaschnitz beschreibt die Auswirkungen dieser Veränderungen auf ihr eigenes Leben und das ihrer Freunde und Schriftstellerkollegen, wie zum Beispiel Paul Celan oder Peter Handke. Zwischen ihrem Wohnhaus, der Wiesenau 8, dem Café Laumer, dem Palmengarten und den Wohnorten Ihrer Freunde und Kollegen wurde ein besonderer Teil der Frankfurter Literaturgeschichte lebendig.
Michael Bohl und Christian Setzepfandt eröffnen mit Lesepassagen und historischen Einordnungen einen literarischen Blick auf das Frankfurter Westend und geben überraschende Einblicke in einen prägenden Ort der Stadtgeschichte.
