Newsletter 04.02.2026

Heute morgen dachte ich so bei mir: „Ich kann ihn schon riechen, den Frühling!“

Dann, so gegen 12:00: Ein einziges Grau in Grau.
Mit Graupelschauer. Schon dieses Wort „Graupelschauer“.

Bei manchen Worten denkt man, die kann es wirklich nur im Deutschen geben. Oder man ahnt ihre Herkunft. Wie bei den Fisimatenten, die ich meiner Oma folgend nicht machen sollte.

Da spürt man das französische Original, das zeigefingergekrümmte „Besuch mein Zelt, visite ma tente!“, das die napoleonischen Soldaten den Berliner Mädels zuriefen, im Oktober 1806, angeblich wenigstens.

In Berlin packte sich Bonaparte kurzerhand die Quadriga untern Arm, 2 Jahre zuvor hatte er sich zum Kaiser der Franzosen gekrönt, 15 Jahre nach der Revolution ein Kaiser. So ein Schmarrn!

Ein kaiserlicher Schmarrn sozusagen, passt zu dem Wintermärchen vor meiner Tür, in dem meine Frühlingsgefühle von heute morgen letztendlich endeten.

So stelle ich mir die emotionale Rettung vor, die man bei diesem Kaiserwetter, leider völlig stadtuntauglich, unbedingt braucht.

Ein Teller mit gerösteten Mandelblättchen, Rumrosinen, karamellisierten Äpfelchen und herrlich fluffigen Teigkisschen mit Staubzucker gepudert, le voilá, ich tue es:

Kaiserschmarrn.

Diese Woche täglich, bis inklusive Samstag, immer bis genau 14:30 Uhr, dann haben wir Schichtwechsel.

Die Jungs servieren lieber einen saftigen Rindsgulasch mit dampfendem Kartoffelstampf, passt auch wunderbar zum Wetter.
Gerösteter Blumenkohl oder einen winterlichen Gemüse Cous Cous? Vegetarisch.

Am Donnerstag jazzen Axel Freudenberger und Christian Müntz, schauen Sie vorbei, es ist immer wieder besonders schön und sehr entspannt mit den beiden tollen Musikern und ihren Instrumenten, der Klarinette und der Gitarre. Der, dessen Name nicht genannt werden darf, macht Ihnen einen köstlichen Snow Sour dazu, so taufte ein Gast neulich den Winter Sour, fand ich schön, schmeckt herrlich tröstlich, egal, was drauf steht :-).

Am Donnerstag darauf erklingen südamerikanische Klänge mit „Latineando“, dazu vielleicht dann mal eine Caipirinha, warum nicht. Sie sehen, es gibt immer einen guten Grund, vor die Türe zu treten.

In diesem Sinne bis bald
die Sabine vom Mutz