Newsletter 12.03.2026

Ich schreibe gerne über das Wetter. Wetter ist unverbindlich, Wetter ist unpolitisch, Wetter tut keinem weh.

Ich halte meine Nase glücklich mit tausend anderen in die Märzsonne, Vitamin D schießt intravenös wie Koffein durch meinen Körper, belebt, beschwingt. Was kümmern mich die paar Sommersprossen, die auf viel zu starke Sonnenstrahlung hinweisen oder der fehlende Regen, die große Trockenheit.

Die Sonne scheint, das Leben ist schön. 

Man kann radeln. Man muss radeln.

Der Sprit ist aber auch wirklich teuer! Da kann man das Auto echt mal stehen lassen, was für die Umwelt schwerfällt, fällt für den Geldbeutel viel leichter.

Sind wir so?? Die Erde leidet –  juckt uns so mittel. Der Geldbeutel leidet – da bleibt die Karre stehn. Wir sind schon echt ne ganz besondere Spezies. Ich habe lustigerweise erzählt bekommen, Friedrich Merz habe sich persönlich empört, weil der Führerschein so teuer sei. „Chefsache günstiger Führerschein!“ 

 „Mobilität darf kein Privileg sein“, erklärte Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die Verkehrsminister, immer für ein Kabarettstückchen gut. Vielleicht sollten die zwei mal die Nahverkehrssituation im ländlichen Raum zur Chefsache machen. Obwohl, vielleicht besser nicht ausgerechnet die.

Ich vermute tatsächlich, dass der ein oder andere jetzt erstmal keinen Führerschein macht, in der Hoffnung, dass dieser günstiger wird. So hat  Friedrich Merz etwas für die Umwelt getan, direkt und unmittelbar.

Da geht die Sonne auf.

Nicht mal das Wetter ist unpolitisch.

Aber das Essen. Waren Sie in diesen herrlichen Tagen mal im Wald spazieren? Haben Sie diesen betörenden, leicht scharfen, frischen, an Knoblauch erinnernden Geruch wahrgenommen?? Da isser, der Bärlauch. Aus dem machen wir ein parmesansattes, cremiges Risotto, lecker! 

Aus Frankreich übernehmen wir nicht die Liebe zur Atomkraft, aber viel Liebe zum Kochen. Wieder mal Coq au vin. Die Hähnchenkeule knusprig, diesmal ein zartes Stückchen Brust dazu, karamellisierte, glänzende lila Echalotten, Champignons, herrlich saftig, weil sie den ganzen Rotwein in sich aufgesogen haben, ein paar Karöttchen, perfekt! Oder Bistecca, Scheiben vom Rumpsteak, in der Pfanne kurz gebraten, Handvoll Kräuter, bisschen Knoblauch, Pfeffer, Salz, schon fertig.

Meringata braucht zur Zubereitung sehr viel mehr Zeit, mache ich aber trotzdem.

Passt ja zum Wetter 🙂

Am Donnerstag tritt Jutta Loskill mit Christof Cho, Mike Pfeiffer und Thomas Schilling auf. Waschbrett, Percussion, Gitarre, Kontrabass und eine unglaublich tolle Stimme. Sollten Sie Donnerstagabend noch nichts geplant haben, dann kommen Sie vorbei, leider haben wir für diese tolle Band noch nicht so viele Reservierungen. Vertrauen Sie mir, nicht nur Reinhard Mey ist toll.

Sie können per Mail reservieren oder ab morgen früh um zehn anrufen 069 96864758, auch für InCoincidenza, nächsten Donnerstag und natürlich für Schmackes, übernächsten Sonntag.

Nur das Wetter kann ich nicht reservieren 🙂

Bis denne die Sabine vom Mutz