Die Franzosen attackieren immer mal McDonalds Filialen. Wenn die Franzosen in einen Streik treten, dann ist das ein Streik. Da weiß man nicht, der geht von Mittwochmorgen 6:15 Uhr bis Donnerstagfrüh 3:25 Uhr, nee, da weiß man gar nix. Is ja ein Streik.
Jetzt, Mitte Februar sitzen die Pariser vor Ihren unzähligen Bistros – draussen, im Freien. Es gibt keine bescheuerten Heizstrahler, sie sitzen trotzdem da, plappern und trinken und sehen gut aus, Im Park sitzen sie auch, auf lose verteilten grünen Sonnenstühlen und man könnte meinen, sie warten auf den Frühling.
Aber Sie warten nicht, es ist nicht wichtig, was da ist, denn, so scheint es mir, dass was da ist reicht, um zu genießen.Ich mag sie, die Franzosen, ich glaub, ich mag sie sogar sehr. Weil sie bei 5° lachend in der Wintersonne sitzen. Weil sie ab und an mal gewaltig protestieren. Weil sie die Zeit nicht anhalten, sondern 2026 mehr Macarons als Eclairs vertilgen und trotzdem noch immer wissen, wie man ein hervorragendes Baguette backt. Weil Sie gutes Essen wert schätzen. Vive la France!
Jetzt würde ich Ihnen zu gerne Crepe suzette anbieten, aber ich gestehe, ich habe im Restaurant Angst vorm Flambieren. Ich habe vor wenig Angst, aber vor Feuer schon. Schade, wirklich schade. Aber dafür mache ich dann am Wochenende Windbeutel, eine deutsche fast ausgestorbene Köstlichkeit, zu Unrecht, total lecker, entweder nur mit Sahne oder mit Sahne und Kirschen, so muss es im Himmel sein!
Was auch himmlich ist, sind diese wunderbaren Rouladen, deshalb gibt es sie diese Woche einfach weiter, genau wie den Szegediner Gulasch, lecker mit Sauerkraut und Schmand.
Bevor mir jetzt beim Tippen gleich die Augen zufallen, schnell noch die Kultur:
• nächste Woche Mittwoch 25.2 der renommierte Film „in die Sonne schauen“ 19:00 Uhr
• Donnerstag 26.2 Klezmermusik mit Levantewind, 19:00 Uhr
• Mittwoch 4.3 und Donnerstag 5.3 Anna Liebst singt Reinhard Mey
• Donnerstag 12.3 Jutta Loskill mit ihrer tollen Stimme
• Donnerstag 19.3 Incoicidenza mit italienischer Musik, Italien mag ich auch.
Vielleicht ist sie einfach zu schön, die Welt!
A bientot, a presto, bis bald
die Sabine vom Mutz
