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Cafe und Restaurant Mutz

Mutz – Café und Restaurant

in Frankfurt – Niederursel

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Do, 14.08.2025 19:00 Uhr JAZZ am Grillabend

13. August 2025 Anton Kunz

„Achso:
Donnerstag gibt’s Jazz (ab 19:00Uhr) zum Grill,
oh wie schön das Leben doch ist, bis denne
die Sabine vom Mutz“

Kultur stattgefunden
Veranstaltung
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    Newsletter 02.09.2026 – schon wieder mehr

    Wenn ich durchs Nordend geh, denk ich manchmal „ob ich, wenn ich alt bin, einfach hier hin ziehen soll?“ Ich mag die fast schon ein wenig herrschaftlichen, nie protzigen Altbauten. Das dichte Grün, den Oeder Weg, die Eckenheimer. Immer gibt es irgendetwas wunderbar individuelles, mal sind die Balkongeländer schnörkelig geschmiedet, mal blühen im Vorgarten hundert bunte Blumen, mal gibt es einen sonnenbeschienen Erker im dritten Stock.  In der Finkenhofstrasse fasziniert mich das „Logenhaus“, schräg gegenüber gibt es ein Gebäude mit einem Vordach mit bestimmt 50 cm hohen bunten Glasfenstern, gelb, rot, grün, wunderschön. Es kommt, wie es kommen muss, ich bleib, wieder mal, an Stolpersteinen hängen. Oberweg, Haus Nummer 44.  Acht Stolpersteine liegen im Boden. Acht. Acht Menschen wurden aus diesem Haus gezerrt.  Ich weiß, ich werde zu spät zu meinem Termin kommen, wieder mal zu spät. Aber was soll ich machen? Ich geh in die Knie.   Bertha und Leopold Landsberg. Geboren 1874 und 1875.  Dann ihre 5 Kinder. Hedwig, Paul, Käthe, Jacob, Lieselotte. Und ein Enkelkind, Bernhard. Auf den Stolpersteinen stehen Name, Geburtsjahr und dann all das Schlimme. Deportiert nach, „Schutzhaft“ in, Geflohen nach. Es sind nur 4, 5 Worte und Daten . Und doch ist man vollkommen erschüttert. Geflohen nach Holland, ermordet in Auschwitz. Ermordet in Theresienstadt. Geflohen nach Palästina.  Geflohen in die USA.   In meinem Kopf spult sich ein Film ab. Wie das war. Wenn die Eltern verschleppt werden. Wenn man zu fliehen versucht. Wenn man alles zurück lassen muss, was man liebt.  Wenn alles auseinandergerissen wird.  Unvorstellbar.  Im Oberweg 56 erschüttert mich ein einzelner Stein. Das Geburtsjahr. 1857. Karl Altschul wurde 1857 geboren.  Als in Frankfurt die Synagogen brannten, war der Mann 81 Jahre alt. Wie 2600 andere jüdische Männer wird er im November 38 nach Buchenwald deportiert. Die Männer werden zunächst tagelang in der Frankfurter Festhalle festgehalten, dann mit Bussen an den Südbahnhof gebracht und von dort in Zügen nach Buchenwald transportiert. Er kommt, wie viele andere auch, nach Wochen aus Buchenwald zurück, seine Frau Lina stirbt ein Jahr später. Als Karl Altschul, der ein renommiertes Geschäft für Herrenkonfektion auf der Goethestraße betrieb, nach Theresienstadt deportiert wird, ist er 85 Jahre alt. Ich seh ihn vor mir, den einst angesehenen, freundlichen, tüchtigen Herrenschneider, Chef von 15 Angestellten. Wie er nicht verstehen kann, was hier passiert. Wie er mit 85 Jahren versucht, würdevoll in einen Güterwaggon zu klettern, wie ein SS Mann ihn anschnauzt, ob das nicht schneller geht.  Wenn man im Netz versucht, die Personen zu recherchieren, verliert man die Fassung. Wieviel Einzelschicksale sind 6 Millionen Menschen? 6 Millionen? Ich weiß, es sind schon wieder Stolpersteine, es ist schon wieder der Nationalsozialismus. In den späten 90iger Jahren habe ich gedacht, ob wir unseren Kindern zu viel Drittes Reich zumuten. Jetzt sind am Wochenende Wahlen und eine rechtsextreme Partei könnte die meisten Stimmen erhalten. Da darf die Stimme nicht versagen. Ich kann nun wirklich schwer überleiten zu Leichtigkeit und gutem Essen.  Zu gutem Miteinander vielleicht, als wichtigste Grundlage gegenüber grundlosem Hass.  Zum guten Miteinander habe ich mich entgegen meinem Misstrauen von den dauernden Nachfragen, was ich denn mit den Holunderbeeren mache, verführen lassen, mich halt doch mal an die Beeren zu wagen. La voilá, Sie können Holunderbeerenlimonade genießen, nur solange der Vorrat reicht, die Farbe ist bestechend schön, das auf jeden Fall. Wir machen Pilzrisotto und es gibt Tafelspitz, es ist ab heute September, das heißt auch, nur noch ein Monat Grüne Soße im Mutz. Am Donnerstag dann ein schönes Konzert mit Axel Freudenberger und Christian Müntz, nächste Woche am Donnerstag „Esprit de Paris“, oui, oui. Da gibt es auf jeden Fall nicht nur französische Chansons! Am 24.9. haben wir dann Muzika Goia, eine Band mit jüdischer und osteuropäischer Musik. Wie gut, dass man nicht alles hat zerstören können. Vor allem Goia, die Freude nicht. Gute Nacht, bleiben Sie wachsam die Sabine vom Mutz


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Kultur im Mutz

  • Do, 10. Sept – Konzert »Esprit de Paris«

    Französisches Lebensgefühl mit Live-Musik Das Trio Esprit de Paris spielt französische Lieder mit Herz, Akkordeon, Gitarre, Stimme und Kontrabass. Ob beschwingter Musette-Walzer, melancholischer Tango oder mitreißendes Chanson – Esprit de Paris entführt das Publikum mitten ins Herz Frankreichs. Beginn: 19 Uhr

  • Do, 24. Sept – Muzika Gioia – Weltmusik

    Muzika Gioia steht für die Freude an Musik – und genau diese möchten wir mit dem Publikum teilen. Unser Programm ist eine musikalische Reise rund um die Welt: vom Osten in den Westen, vom Norden in den Süden. Dabei verweben wir Traditionelles mit Modernem, Vertrautes mit Unbekanntem – lebendig, gefühlvoll und voller Überraschungen.Wir spielen Musik vom Balkan, Gipsyswing, Klezmer, Italienisches und  Latin. Das ganze wird vermischt mit passenden Nancy Sinatra Liedern, Vaya con dios usw.  Unser Ziel: Für einen Moment den Alltag vergessen und ganz im Klang versinken. Beginn: 19 Uhr

  • Mi, 30. Sept – FilmClub »Gelbe Briefe«

    Regie: İlker Çatak (Das Lehrerzimmer). Derya und Aziz, ein angesehenes Künstlerehepaar aus Anka-ra, geraten nach der Premiere eines Theaterstücks ins Visier des Staates. Sie verlieren ihre Arbeit und ihre bisherige Existenz – und müssen sich ent-scheiden, wie weit sie für ihre Überzeugungen zu gehen bereit sind. Der zunehmende politische Druck stellt dabei nicht nur ihre Werte, sondern auch ihre Ehe und ihre Familie auf die Probe. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären der Berlinale 2026. Beginn: 19 Uhr

  • Do, 1. Okt – Autorenlesung mit Robert Maier „Handkäs Masala“

    Ein Wetterau-Krimi, der Ihr Herz höherschlagen lässt! Hobby-Kommissar Olaf tritt in der idyllischen Wetterau an, um einen mysteriösen Mordfall zu lösen. Dabei erhält er Unterstützung von der brillanten indischen Online-Expertin Ashwini. Gemeinsam decken sie eine gefährliche Neonazi-Verschwörung auf und entwirren ein Netz aus jahrzehntelangen Lügen. Beginn: 19 Uhr

  • Sa, 3. Okt – Stadtteilfest »Tag der offenen Hoftore«

    Am 3. Oktober, von 12 bis 17 Uhr, ist es wieder so weit: Niederursel feiert sein traditionelles Stadtteilfest, bei dem sich viele der sonst verschlossenen Hoftore öffnen. Es erwartet Sie ein  buntes Programm mit Handwerk, Attraktionen für Kinder, Musik und Flohmarktständen. Das Mutz ist an diesem Tag regulär geöffnet und lädt zum Verweilen ein.

Weitere Veranstaltungen im Mutz

Öffnungszeiten

Mi 15 bis 22:00 Uhr
Do 15 bis 22:00 Uhr
Fr  10 bis 22:30 Uhr
Sa  10 bis 22:30 Uhr
So  10 bis 20:30 Uhr
Montag und Dienstag Ruhetag

Reservieren:
Tel. 069 9686 4758
oder info@cafemutz.de

Adresse & Kontakt

Café Restaurant Mutz
Alt-Niederursel 27, 60439 Frankfurt am Main
Telefon 069 96 86 47 58, info@cafemutz.de
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