Ich muss nochmal eine kurze Mail schreiben. Das ist wie beim tapferen Schneiderlein, der siebene auf einen Streich erlegt und so beeindruckt ist von dieser seiner Leistung, dass das die ganze Welt erfahren soll. Der Eddy hat nu mit einer solchen Liebe und Sorgfalt Radieschen gepickelt, Zwiebeln eingelegt, Dijonsenfsoßen kreiert,
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Newsletter 31.03.2026
Morgen ist der erste April. Unser bester Aprilscherz war mal, als die Kinder noch so mittelklein waren. Diese schreckliche Zeit, als sie festgetackert vor irgendwelchen schwachsinnigen Computerspielen vor sich hin vegetierten. Da habe ich dann mal gerufen: „Achtung, Vorsicht, schnell, schnell, ihr müsst alles ausmachen, es kam gerade so ein Alarm, es
WeiterlesenNewsletter 25.03.2026
Irgendeine EU-Kommission hat doch tatsächlich aus der Petra-Kelly-Memorial-Mottenkiste mit Zauberstab die Idee des Tempolimits aufblitzen lassen. Tempolimit, für PKWs gesperrte Innenstädte, Fahrberechtigungen mit wechselnden Kennzeichen (gerade, ungerade) und – wie innovativ – die Idee, die Bürger zur Nutzung des ÖPNV zu motivieren. Da ist Krieg und jetzt gibt’s nicht mehr
WeiterlesenNewsletter 18.03.2026
Oh wie schön ist doch das Leben. Die Sonne strahlt. Ich habe mein Taschengeld in Ranunkeln für’s Mutz investiert, weil ich sie so gerne mag, die Ranunkeln und ich hole sie auch abends rein, weil es schon noch kalt ist, jetzt, so Mitte März. Oh wie schön ist doch das Leben.
WeiterlesenNewsletter 12.03.2026
Ich schreibe gerne über das Wetter. Wetter ist unverbindlich, Wetter ist unpolitisch, Wetter tut keinem weh. Ich halte meine Nase glücklich mit tausend anderen in die Märzsonne, Vitamin D schießt intravenös wie Koffein durch meinen Körper, belebt, beschwingt. Was kümmern mich die paar Sommersprossen, die auf viel zu starke Sonnenstrahlung
WeiterlesenNewsletter 04.03.2026
Als ich mich heute so ganz beschaulich von der Märzsonne beschienen in meinem Auto verrenkte, noch immer auf der Suche nach geronnener Sahne, dachte ich bei mir, es hätte mich auch schlimmer treffen können. Ein anderer Beruf wäre möglich gewesen. Tatortreinigerin zum Beispiel. Täglich Gummihandschuhe, gelb und lang, bis hoch über
WeiterlesenNewsletter 25.02.2026
Wenn Sie möchten, nehme ich Sie schon wieder mit auf eine Reise. Sie müssen sich heute nicht vorstellen, wie sich sieben Liter Sahne in einem Auto verteilen (auch nicht wie grauenvoll zwei Wochen später so ein Auto duftet). Sie müssen auch nicht mit auf den Tour Eiffel, der so unermesslich
WeiterlesenNewsletter 18.02.2026
Die Franzosen attackieren immer mal McDonalds Filialen. Wenn die Franzosen in einen Streik treten, dann ist das ein Streik. Da weiß man nicht, der geht von Mittwochmorgen 6:15 Uhr bis Donnerstagfrüh 3:25 Uhr, nee, da weiß man gar nix. Is ja ein Streik. Jetzt, Mitte Februar sitzen die Pariser vor
WeiterlesenNewsletter 11.02.2026
Manchmal stelle ich meinen Job schon infrage. In der Metro zum Beispiel. 30 Kilo Zucker aus dem Regal auf den Wagen. Vom Wagen auf das Kassenband. Vom Band zurück auf den Wagen.Vom Wagen ins Auto. Wägen habe ich in der Regel zwei, zu den 30 Kilo Zucker gesellen sich 40
WeiterlesenNewsletter 04.02.2026
Heute morgen dachte ich so bei mir: „Ich kann ihn schon riechen, den Frühling!“ Dann, so gegen 12:00: Ein einziges Grau in Grau. Mit Graupelschauer. Schon dieses Wort „Graupelschauer“. Bei manchen Worten denkt man, die kann es wirklich nur im Deutschen geben. Oder man ahnt ihre Herkunft. Wie bei den
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